Fondskommentar

Wie stellt man seine Geldanlage in diesen unsicheren Zeiten zwischen Krieg, Inflation, schwächelndem Konsumklima, Lieferengpässen, China-Lockdown und Zinserhöhungen am besten auf?

Auf der Suche nach einer Antwort für diese Frage haben wir zwei Unternehmen ausfindig gemacht, die diesen Einflussfaktoren gut trotzen sollten und in das Portfolio unseres AM Fortune Fund Offensive aufgenommen:

Zum einen wäre dies Zeal Network SE mit seinen beiden Marken Tipp24 und Lotto24, welche Tickets der staatlichen Lotterien online vermitteln. Das Unternehmen verfügt über eine starke Marktpositionierung mit einem Online-Marktanteil von rund 50%. Die wesentlichen Wettbewerber sind die Landes-Lotteriegesellschaften selbst, die ihre Tickets auf ihren eigenen Webseiten ebenfalls vermarkten. Mit einem Absatzanteil von gerade einmal ca. 30% bietet der Lotterie-Online-Kanal noch reichlich Luft nach oben, was zu weiterem starken Wachstum für Zeal Network führen sollte. Zudem zeichnen sich Lottokunden durch ihre hohe Loyalität aus, da das Produkt praktisch keine Differenzierungsmöglichkeiten zulässt. Des Weiteren wird Lotto konjunkturunabhängig gespielt und sollte somit auch in Zeiten von geringerer Zuversicht weiter gefragt sein (Vielleicht hofft der ein oder andere sogar noch mehr als zuvor auf sein großes Glück). Nicht zuletzt handelt es sich um ein 100% digitales Geschäftsmodell und ist somit frei von Liefer- und Rohstoffengpässen.

Zeal Network verfügt zudem über eine starke Bilanz, die schuldenfrei ist, und über eine beachtliche Barreserve von rund 45 Mio. €. Dies ermöglicht es dem Unternehmen in diesem Jahr eine Sonderdividende in Höhe von 1,10 € auszuzahlen, welche zusätzlich zu der regulären Dividende von 1,00 € ausgeschüttet wird. Bei einem Aktienkurs von aktuell rund 36,00 € führt dies zu einer Dividendenrendite von knapp 6%. Dazu generiert das Unternehmen attraktive Geldzuflüsse. Allein im Jahr 2021 betrug der freie Geldfluss rund 26 Mio. €, was fast 100% des berichteten EBITDA widerspiegelt. All diese Faktoren stellen angesichts steigender Zinsen wichtige Eigenschaften für ein stabiles Investment dar.

Zum anderen wäre noch die Universal Music Group B.V. (UMG) zu nennen. Aufgrund illegaler Downloads und Raubkopien, hatte die Musikbranche in der jüngeren Vergangenheit bis 2015 mit konstant sinkenden Umsatzerlösen zu kämpfen. Doch dann verbreitete sich, dank der Streaming-Anbieter wie Spotify, Musik wie ein Lauffeuer und man fand dazu einen effektiven Weg, den Musikkonsum auch adäquat zu monetarisieren. Denn die größte Kostenposition der Streaming-Anbieter umfasst Lizenzgebühren an die Produzenten. Genau so ein Musikproduzent ist UMG mit seinen zahlreichen Lizenzen, Labels und Stars wie ABBA, Bryan Adams, AC/DC, Mariah Carey, Elton John und vielen mehr; entdeckt täglich neue Talente, die Stars von morgen und schreibt Songs für die ganze Welt. UMG ging Ende 2021 aus einem Spin-off aus der französischen Entertainment-Gruppe Vivendi hervor und ist seitdem an der Börse in Amsterdam gelistet. Das Unternehmen besitzt eine hervorragende Marktpositionierung mit einem Marktanteil von etwas mehr als 30% in einem stark konsolidierten Markt mit zwei weiteren wesentlichen Wettbewerbern: Sony Music Entertainment (20%) und Warner Music Group (16%). Der Rest besteht aus kleineren, unabhängigen Labels. Aufgrund der ständigen Verbreitung des (mobilen) Internets und zahlreicher weiterer Lizensierungsmöglichkeiten bspw. im Metaverse oder im Gaming-Bereichen rechnen wir langfristig mit rosigen Aussichten bei UMG. Auch hier handelt es sich um ein digital dominiertes Geschäftsmodell bei dem steigende Rohstoffkosten und Lieferengpässe eine untergeordnete Rolle spielen. Dazu sollte die Branche durch ein Wiedererwachen von Live-Konzerten etc. und einer damit verbundenen verstärkten Künstler-Promotion mit dem Abebben der Corona-Schutzmaßnahmen ein zusätzliches Momentum erfahren.

Wie Zeal Network, weist auch UMG eine stabile Bilanz auf. Auch wenn Schulden vorhanden sind, belaufen sich diese auf eine vertretbare Größe von rund 2 Mrd. € (Netto), was rund dem 1,2-fachen des EBITDA entspricht und somit eine gut zu steuernde Größenordnung einnimmt.


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Stand der Information: 10.05.2022